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  Agglomerationsprogramm Thun
 
 

Agglomerationsprogramm Thun


 

Massnahmen Siedlungsentwicklung

Die Bevölkerung der Agglomeration Thun ist seit den 90er Jahren um mehr als 8% gewachsen. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitsplätze zurückgegangen. Die Zahl der Wegpendler insbesondere nach Bern hat deutlich zugenommen. Da das Siedlungswachstum in den letzten Jahrzehnten vor allem an den Rändern der Agglomeration Thun stattfand, wo die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr schlecht ist, benutzen Pendler häufig das Auto und tragen so zur Verschärfung der Verkehrsprobleme bei. Der Richtplan Siedlung und Verkehr will diesem Trend entgegen wirken und die verkehrspolitischen Grundsätze „Verkehr vermeiden – Verkehr verlagern – Verkehr verträglich gestalten“ unterstützen. Die Erarbeitung des Richtplans obliegt der Regionalplanung Thun InnertPort:

Der Richtplan bezeichnet folgende Handlungsfelder um Verkehr zu vermeiden:

  • Thun und die Subzentren Steffisburg und Spiez als Arbeitsstandorte stärken und so den Pendlerstrom nach Bern verringern
  • Den Entwicklungstrend in die Fläche (Zersiedelung) brechen
  • Die Siedlungsentwicklung auf die Kapazität des Verkehrsnetzes abstimmen

Handlungsfelder zur Verlagerung des Verkehrs auf ÖV und den Fuss- und Veloverkehr:

  • Einzonungen nur in Gebieten mit ausreichender ÖV-Erschliessung
  • Strategisch wichtige Entwicklungsgebiete mit allen Verkehrsmitteln erschliessen
  • Zentrale Standorte mit Langsamverkehrspotential und guter ÖV-Erschliessung bevorzugen

Handlungsfelder zur verträglicheren Gestaltung des Verkehrs:

  • Verträglichkeit auf den Hautverkehrsachsen wieder herstellen (Koexistenz statt Dominanz)
  • Durch geschickte Anordnung der Arbeitszonen Verkehr durch Wohnquartiere vermeiden
  • Ortsplanungen überkommunal koordinieren und Raumplanungsaufgaben regionalisieren

Der Richtplan Siedlung und Verkehr, der im Dezember 2008 zur Mitwirkung vorgelegt wurde, schlägt dazu 16 bevorzugte Standorte für den Wohnungsbau vor. Statt neue Gebiete am Siedlungsrand einzuzonen, sollen geeignete Umstrukturierungsgebiete als Wohn- oder Dienstleistungsstandorte genutzt werden. Der Richtplan zeigt zudem, welche Landschaftsräume vor Überbauung zu schützen sind und bezeichnet definitive Siedlungsränder. Künftig soll ein zusammenhängender Zonenplan über die ganze Region Thun InnertPort die regionale Zusammenarbeit erleichtern. Die Ortsplanungsrevisionen sollen künftig zeitlich koordiniert erfolgen.

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16 bevorzugte Wohnentwicklungsstandorte