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  Agglomerationsprogramm Thun
 
 

Agglomerationsprogramm Thun


 

Aarequerung Süd, Hübelitunnel

Die Verkehrsprobleme der Region Thun sind Jahrzehnte alt. Zu Ihrer Lösung wurden seit 50 Jahren verschiedene Varianten diskutiert. Bisher sind alle Projekte gescheitert. Warum braucht es heute den Bypass Thun Nord und nicht die südliche Aarequerung oder den Hübelitunnel?

Mit der südlichen Aarequerung verfolgte die Stadt Thun lange Zeit das Ziel, die Freienhofgasse vom Verkehr zu befreien und die Erreichbarkeit des Bahnhofs zu verbessern. Die südliche Aarequerung würde primär dem Verkehr von und zum rechten Thunerseeufer dienen. Da für den aarequerenden Verkehr aus dem nördlichen Thun nur noch die Achse Allmend- / Kuhbrücke und die Regiebrücke mit unzureichenden Kapazitäten zur Verfügung stehen würden, ist die Aarequerung Süd keine Lösung für die Thuner Verkehrsprobleme. Ausserdem entwickelt sich die nördliche Region Thun deutlich stärker als das rechte Seeufer. Diese Wachstumsgebiete würde von einer südlichen Aarequerung kaum profitieren. Umgekehrt profitiert das rechte Thunerseeufer von der Verkehrsentlastung auf der Bernstrasse und in der Innenstadt, welche der Bypass Thun Nord bewirken wird.

Hübelitunnel: Die Verkehrszählung von 2008 zeigt, dass nur rund ein Drittel des Verkehrs auf der Hofstettenstrasse als Fahrziel (oder Herkunft) die Autobahn, Steffisburg oder Heimberg hat und somit durch den Hübelitunnel fahren würde. Der restliche Verkehr hat sein Ziel oder seine Herkunft in der Innenstadt, dem Schwäbis, Thun West oder Thun Süd / Spiez. Der Hübelitunnel weist deshalb ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis auf und wäre heute bei Kosten von mindestens 150 Mio. Franken nicht finanzierbar.

Der Bypass Thun Nord hingegen verringert die Verkehrsprobleme der Innenstadt und von Steffisburg und er entschärft die Situation für das rechte Thunerseeufer. Ausserdem ist der Bypass eine grosse Chance für den Wirtschaftsstandort Thun, denn er bietet wichtigen Entwicklungsgebieten wie dem ESP Thun Nord Steffisburg und dem Entwicklungsgebiet Steffisburg Station eine optimale Verkehrserschliessung. Weder die Aarequerung Süd noch der Hüblitunnel hätten einen vergleichbaren wirtschaftlichen Effekt.

Der Bau der Aarequerung Süd und / oder des Hübelitunnels bleiben aber langfristig möglich. Durch raumplanerische Massnahmen ist sichergestellt, dass die möglichen Korridore unüberbaut bleiben und eine spätere Generation diese Projekten allenfalls umsetzen kann.

 

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Massnahmenpaket 3
 

 

"Ein verkehrsplanerischer Krimi", Thuner Tagblatt, 9. Juni 2010 pdf