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Projekt Bypass
 
 

Projekt Bypass Thun Nord


 

Die Wirkung des Bypass Thun Nord

Damit der Bypass Thun Nord als Entlastungsstrasse funktioniert und sich die hohen Investitionen rechtfertigen, braucht es drei Elemente:

  • Mit der neuen Aarequerung muss überhaupt eine Alternativroute zur Bernstrasse und zur Innenstadt zur Verfügung gestellt werden.
  • Da die neue Aarequerung etwas zentrumsfern liegt, muss der Weg über den Bypass attraktiv sein: Kurze Reisezeiten müssen den Nachteil des etwas längeren Wegs wettmachen. Dazu trägt die grosszügige Dimensionierung der Knoten und Strassen bei, zum Beispiel in Form des doppelspurigen Kreisels in der Glättimühle, der sehr viel Verkehr effizient verarbeiten kann. Sehr wichtig für die kurzen Reisezeiten und damit die effektive Nutzung des Bypass ist zudem die Parallelstrasse im Glockental. Sie erlaubt es, den ganzen Verkehr von und nach Steffisburg unter der Bernstrasse durch direkt und unbehindert auf den Bypass zu lenken, ohne dass die Bernstrasse überlastet wird.
  • Ausserdem gilt es, den Weg durch die Thuner Innenstadt für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen. Deshalb braucht es die verkehrslenkenden flankierende Massnahmen in der Innenstadt (Einbahnstrecken auf Brücken) und im Schwäbis (Verkehrsbeschränkung Mittelstrasse und Tempo 30 Schwäbisstrasse). Ohne diese Begleitmassnahmen würde der Bypass zu wenig genutzt und seine Ziele nicht erreicht, die hohen Investitionskosten wären nicht zu rechtfertigen.

Was würde geschehen, wenn auf die Parallelstrasse im Glockental oder die verkehrslenkenden flankierenden Massnahmen verzichtet würde?

Bereits heute staut sich der Verkehr wegen der begrenzten Kapazität des Stuckikreisels mehrmals täglich in beiden Richtungen auf der Bernstrasse und im Schwäbis. Würde die neue Aarequerung ohne die Parallelstrasse gebaut und der Bypass stattdessen an die heutige Bernstrasse angeschlossen, so würde der Verkehr zusammenbrechen. Der Stuckikreisel könnte den Mehrverkehr auf der Bernstrasse (+ 20-30%) und der Stockhornstrasse (vergleichbar mit der heutigen Zulgstrasse) nicht bewältigen. Als einzige Alternative zur Parallelstrasse käme der Umbau des Stuckikreisels zu einem Knoten mit Lichtsignalanlagen in Frage. Dazu müsste die Bernstrasse vor dem Kreisel auf 4 und teilweise sogar 5 Fahrspuren verbreitert werden. Auch auf der Stockhorn- und die Schwäbisstrasse wären zusätzliche Fahrspuren notwendig. Die Konsequenzen wären untragbar: Abriss des Bauernhauses, massive Ausdehnung der Strassenfläche und dadurch minimaler Abstand der Strasse zu Wohn-, Gewerbe und Verkaufsanlagen. Der Bau der Parallelstrasse im Glockental bedeutet zwar einen Eingriff kann aber landschafts- und siedlungsverträglich umgesetzt werden.

 

heutige Situation

 

Bypass mit Parallelstrasse

 

Bypass ohne Parallelstrasse

Bereits heute staut sich der Verkehr häufig vor dem Stuckikreisel.   Dank der Verbindung zur Stockhornstrasse kann künftig ein grosser Teil des Steffisburger Verkehrs unter der Bernstrasse durchgeleitet werden.   Ohne den Bau der Parallelstrasse würde der Bypass die Verkehrsmenge auf der Bernstrasse derart erhöhen, dass der Verkehr zusammenbrechen würde.

 

Stuckikreisel

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Als einzige Alternative käme ein Umbau des Stuckikreisels zu einer ampelgesteuerten Kreuzung in Frage, mit riesigem Platzbedarf.